Mittwoch, 25. Mai 2016

Herzensbücher: Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion

Manchmal wunder ich mich über meine eigenen Ideen. Vor einigen Wochen schon hatte ich die Fotos für diesen Post gemacht, kam aber nicht dazu ihn zu schreiben. Beim Durchsehen der Fotos musste ich dann erstaunt feststellen, dass die Fotos genauso gut aus meinen Blog-Anfängen stammen könnten. Die Hälfte unscharf, mittelprächtig belichtet und noch dazu ist auf jedem (!) einzelnen Foto mein Frühstück zu sehen. Hä? Ich hoffe ich hatte dazu irgendwelche Hintergedanken, denn heute kommen mir die Fotos leider alles andere als schön und sinnvoll vor. Noch dramatischer wird die ganze Geschichte angesichts der Tatsache, dass ich mir das Buch von einer Freundin ausgeliehen hatte und nicht mal neue Fotos machen konnte. Aber an diesem Post führt trotzdem kein Weg vorbei, denn ich fand die Geschichte so lustig und rührend, dass ich euch das Buch einfach ans Herz legen muss. Somit kommt ihr dann doch in Genuss der großartigen Fotos von meinem...ähm ja...Frühstück. Und dem Buch natürlich!

"Das Rosie-Projekt" ist zugegebenermaßen kein Geheimtipp mehr, das Buch wurde schon mehrfach vorgestellt und hat lange die Bestseller-Listen angeführt. Mir geht es trotzdem oft so, dass gerade solche Bücher meine Aufmerksamkeit lange Zeit nicht erregen. Zum Beispiel,  weil sie total gehyped werden, weil sie kein so schönes Cover besitzen (jaaaa, wie oberflächlich...ich weiß!) oder weil sie mir einfach im Buchgeschäft nie in die Hände fallen. Aber dieses Buch möchte ich euch nochmal mit Nachdruck empfehlen, falls ihr es noch nicht gelesen habt, weil es nicht nur romantisch und leicht zu lesen ist, sondern auch extrem humorvoll. Luftig leichte unterhaltsame Lektüre, genau das richtige für ein Wochenende mit Picknickdecke, frischen Erdbeeren und Sonnenbrille, oder?

Das sagt im Übrigen der Klappentext (von dem ich oft kein Freund bin, aber hier trifft es so herrlich schön den Kern der Geschichte, ohne zuviel vorweg zu nehmen):

"Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.
Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik."

 Wie ihr schon vermutet, ist Don Tillman nicht der kassische Protagonist wie man ihn aus vielen anderen Geschichten kennt. Er kann schlecht gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen und simple Konversationen fallen ihm alles andere als leicht, ganz im Gegensatz zu komplexen wissenschaftlichen Unterhaltungen. Sarkasmus und Ironie sind ihm fremd, gerade dadurch landet Don immer wieder in lustigen Situationen, aus denen er mehr oder weniger gut wieder herausfindet.

Wichtig waren für Don bisher sein Standardzeitenmodell (er kocht jede Woche die gleichen Speisen und perfektioniert die Rezepte und Organisation immer weiter), ein straff organisierter Alltag und eine möglichst effiziente Freizeitgestaltung. Bis er auf Rosie trifft, die charakterlich das genaue Gegenteil ist. Doch wie es so kommt, bringt genau sie Dons geordnetes Leben schneller durcheinander, als ihm lieb ist.

Das Buch ist zwar leicht und schnell zu lesen, aber die Geschichte ist alles andere als oberflächlich und durchschaubar. Sowohl Rosie als auch Don geraten immer wieder in absurde Situationen, die zwar ein wenig überzogen dargestellt werden, aber einfach extrem witzig sind. Es ist schwer vorstellbar, wie man sich solche Dinge ausdenken kann, aber der Autor schafft es tatsächlich, einen durchweg zum Schmunzeln zu bringen.

Im Übrigen habe ich inzwischen auch die Fortsetzung- "Der Rosie-Effekt"- gelesen und kann euch sagen, dass sich der Schreibstil und auch der Unterhaltungswert durch beide Bände durchzieht.
Also ganz klar eine große Lese-Empfehlung, ideal für zwischendurch um gute Laune zu bekommen.
Die Geschichte ist wirklich neu und gleicht nichts, was ich bisher gelesen habe.

Habt ihr das Buch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

Und zum Abschluss nochmal ein kleiner Blick auf mein (halbes) Frühstück!

Sonntag, 8. Mai 2016

Was bisher geschah...die letzten 2 Monate im Instagram-Rückblick


Die Zeit verfliegt mal wieder und plötzlich ist der April um. Im vergangenen Monat ist so viel passiert, das ist mir so richtig erst bewusst geworden, als ich meinen Instagram Account durchscrollte. Ein paar Einblicke gibt es heute für euch.

Wenn ihr mehr sehen wollt, schaut doch bei mir auf Instragram vorbei: charlottenmarotten

 Anfang April  lief ich das erste mal beim Vienna City Staffelmarathon mit und gleichzeitig das erste Mal die Strecke mit 9,4 km. Obwohl ich richtig nervös war, lief es erstaunlich gut und ich habe eine Zeit geschafft, die ich selbst von mir nie erwartet hätte. Jetzt bin ich sehr motiviert, nächstes Jahr wieder mitzumachen.

 Für die Arbeit durfte ich nach Münster fliegen und dort einige Tage verbringen. Da ich noch nie in Münster war, habe ich mich richtig gefreut- zudem war es die erste richtige Dienstreise, was auch immer ein bisschen aufregend ist. Die Stadt hat mich mit der zauberhaften Altstadt, den wunderschönen Fassaden und dem Wochenmarkt richtig verzaubert. 



Unsere Mädelsrunde hat es endlich geschafft, unser Vorhaben "das perfekte Dinner" zu kochen umgesetzt. Jeweils zu 2. kochen wir ein ganzes Menü für uns, das mal etwas Besondereres ist. Das erste Dinner, bei dem auch ich gekocht habe, ist nun gelaufen und auch wenn es wirklich stressig war, hat es unglaublich viel Spaß gemacht.


In Wien hat der Frühling langsam auch Einzug gefunden und das hebt meine Stimmung wirklich gewaltig. Sonnenstrahlen bis in die Abendstunden, lange Spaziergänge am Wochenende, endlich wieder Beeren zum Frühstück und meine geliebten Sommersalate.


Neuzugänge: Ein großartiges Kochbuch und tatatatadaaaa- das beste Geschenk überhaupt: ein Faultier! Ich bin verliebt! Aber mal ehrlich-wer könnte diesem Lächeln auch widerstehen? Habt einen schönen Sonntag!

Freitag, 25. März 2016

Chaos in the kitchen: One-pot Linsen-Mangold mit Tomaten und Feta #nomnomnomnom

Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu und ich muss gestehen, dass ich seit dieser Woche die Tage bis Ostersonntag zähle. Zwischendurch fiel es mir richtig einfach, auf große Zuckermengen (sprich alle Produkte, die industriellen Zucker enthalten sowie Süßigkeiten, süße Getränke, usw.) zu verzichten, aber wenn das Ende schon so in Sicht ist, freue ich mich jeden Tag mehr auf Sonntag. Ich glaube das liegt gar nicht daran, dass ich s große Lust darauf habe, viel Süßes zu essen sondern einfach, dass ich theoretisch alles essen könnte. (immer diese blöde Psyche, die einen übers Ohr haut). Mal sehen, wie es nach dem Projekt zuckerfrei (hier habe ich mal darüber geschrieben und hier gab es ein Update mit Rezept) weitergeht, irgendwas mit Schokolade muss am Sonntag auf jeden Fall her, da führt kein Weg dran vorbei.

Da ich aber gerne auch nach der Fastenzeit gesund essen möchte, habe ich mir vor ein paar Tagen endlich ein Kochbuch bestellt, um das ich schon lange herumschleiche. "Gesund kochen ist Liebe" von Veronika ist dann gestern bei mir im Postkasten gelandet und ich habe es abends sofort durchgeblättert und jedes 2.Rezept mit einem Post-It versehen. Auf ihrem Blog Carrots for Claire schreibt Veronika über ihren Alltag mit ihrer Tochter aber vor allem stellt sie ein köstliches und gesundes Rezept nach dem anderen vor. Was mich besonders begeistert ist, dass sie keine strikte Ernährungsempfehlung (nur vegan/vegetarisch/paleo) abgibt, sondern man fast bei allen Rezepten Zutaten problemlos ersetzen kann (dafür gibt es sogar Vorschläge). Man muss also nicht zwingend erst im Bio-Markt gewesen sein, um die Sachen nachkochen zu können (inzwischen habe ich aber zum Glück einen Grundstock an gesunden Lebensmitteln zuhause).

Das erste Rezept musste ich dann heute direkt ausprobieren, ich habe es ein wenig abgewandelt. Das ursprüngliche Rezept ist ein One-Pot mit Linsen und Spinat und statt Feta gibt es Schafsjoghurt, beim Einkaufen stach mir aber ein sehr adrett aussehender Mangold ins Auge,  deswegen wurde der direkt mitgenommen.
























Folgende Zutaten braucht ihr dafür (für 1 Person):

1 1/2 Hände rote Linsen (leider hab ich sie nicht abgewogen)
eine halbe Staude Mangold (sagt man das so?)
Gewürze (Kurkuma, Curry, Salz, Pfeffer, geriebener Ingwer)
eine Handvoll Cocktailtomaten (ihr seht, ich wiege alles mit Händen ab!)
100 g Feta


























Die Linsen mit Wasser aufgießen und die Gewürze dazugeben. Auch die Cocktailtomaten kleinschneiden und dazugeben. Einmal aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Linsen fertig sind. Den Mangold waschen, trockentupfen und in kleine Streifen schneiden. Kurz in köchelndem Wasser 2-3 minuten garen, so wird der Mangold nicht zu lasch und behält die wertvollen Nährstoffe. Wenn die Linsen fertig sind, den Mangold unterrühren und das ganze noch mit Salz und Pfeffer abschmecken (alternativ kann man den Mangold auch direkt zu den Linsen geben, kurz bevor sie fertig sind, dann ist es ein richtiger One-Pot).

Den Feta kleinwürfeln und über die Linsen streuen. Das wars auch schon! Sehr köstlich und vor allem voll mit wichtigen Nährstoffen. Ich bin sowieso ein großer Fan von roten Linsen, außerdem ist 2016 das Jahr der Hülsenfrüchte- was es alles so gibt!
 
Aktuell bin ich übrigens wieder dabei, mein Pinterest-Board "Healthy recipes" wieder ein bisschen zu befüllen, schaut doch mal vorbei wenn ihr mögt.

Das wars auch schon zum Karfreitag (mir fällt gerade auf, dass es ein fleischloses Gericht ist. Eignet sich aber auch für alle anderen nicht-religiösen Freitage und ebenso für alle anderen Wochentage!)

Ich wünsch euch ein wunderschönes Osterwochenende!
Von mir gibt es leider keine Karottenkuchen-rezepte und Eier-Bastelinspirationen, aber ich habe die letzten Wochen so viel auf anderen Blogs gesehen, dass mir wirklich nichts eingefallen ist, was ich hätte dazu beitragen können. Deswegen halte ich mich zurück, genieße meine Linsen und werde das lange Wochenende mit dem Herzmann verbringen und vor allem entspannen.


 

Sonntag, 20. März 2016

Sunday thoughts: Offline ist der neue Luxus und warum ich mich mit Blogpausen angefreundet habe

Tja, jetzt hab ich den ganzen Tag überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll oder nicht. Meine innerste Blogger-Stimme sagte: "Ach, blogg doch einfach anstatt darüber zu schreiben dass du nicht bloggst!" Wie ich dann festgestellt habe gibt es da anscheinend eine noch-innerere innere Blogger-Stimme und die vertritt die Meinung "Wenn dir ein Thema nicht aus dem Kopf geht und du es gerne teilen möchtest, dann mach das einfach, anstatt dir irgendwelche Posts aus den Fingern zu saugen." Und genau das mach ich jetzt auch. Es ist nicht so, als hätte ich nicht einen Haufen Ideen für Blogbeiträge. Einige Posts sind sogar schon seit Wochen halbfertig und warten nur auf den letzten Schliff, vielleicht ein paar Fotos und schussendlich auch darauf, dass ich auf "veröffentlichen" drücke. Aber irgendwie kann ich mich nicht so richtig überwinden.

Vergangene Woche las ich dann den Blogpost von Mirela von coral and mauve. Ihren Blog mag ich sehr gerne, nicht nur weil sie aus Wien kommt, sondern vor allem, weil sie ganz unterschiedliche Themen anspricht. Sie sagt selbst über sich, dass sie keine Nische bedienen kann und will und damit kann ich mich sehr gut identifizieren. Und dann stand da dieser Satz, der bei mir gerade wie die Faust aufs Auge passt:

http://coralandmauve.at(Die Grafik stammt von mir, der Spruch von Mirela. Falls es also ein copyright für Sprüche gibt, dann liegt das bei ihr :))

Und erst da habe ich so richtig realisiert, warum ich in den vergangenen zwei Monaten recht wenig gebloggt habe. Sicher, der Februar war recht stressig, aber es lag nicht  an der fehlenden Zeit oder an mangelnden Ideen. Der Grund war eigentlich, dass ich meine Zeit mit anderen Dingen verbracht habe. Ich habe teilweise die ganze Woche Instagram, Pinterest und co links liegen lassen, kaum Blogposts gelesen und erst recht keine geschrieben. Meine Freizeit war so schnell mit anderen Dingen gefüllt- lange Spaziergänge am Wochenende, auf der Couch liegen und lesen, mit dem Herzmann bis zum Nachmittag im Bett bleiben, neue Brunchlokale mit den besten Freundinnen austesten, wieder vermehrt Laufen gehen als Vorbereitung auf den Vienna City Staffel-Marathon, gesund kochen und neue Rezepte ausprobieren, neue Serien entdecken und darauf reinkippen und ganz vielen anderen Dingen.


Versteht mich nicht falsch, ich mag Instagram, Pinterest und inzwischen auch Snapchat (auch wenn ich es nicht ganz durchschaue, aber das ist eine andere Geschichte) sehr gerne, ich liebe es, mich an einem Sonntag durch die Beiträge meiner Lieblingsblogs zu lesen, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und viel Zeit. Aber mir ist selbst bewusst geworden, dass ich ganz lange nicht mehr mit voller Aufmerksamkeit einen Film angesehen habe, ohne nebenbei den Instagram-Feed durchzuscrollen, jemandem auf Whatsapp zurückzuschreiben oder schon den nächsten Tag zu planen. Einfach mal nicht alle 15 Minuten aufs Handy zu schauen oder Social-Media Beiträge für den Blog zu planen kann unglaublich entspannend sein. Früher hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn die Anzahl meiner Beiträge in einer Woche mal einbrach oder ich keine Ideen für abwechslungsreiche Posts hatte. Ich habe sicher das ein oder andere Mal einen Beitrag fertiggeschrieben, obwohl ich gar keine Lust darauf hatte und eigentlich nciht ganz zufrieden war. Aber inzwischen habe ich mir selbst ein bisschen den Druck genommen.





CharlottenMarotten läuft immer noch in meiner Freizeit, ich habe den Blog gestartet und er ist die letzten Jahre wohl auch ziemlich mit mir mitgewachsen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich irgendwelche Vorgaben oder Verpflichtungen zu erfüllen habe. Sobald mir das Bloggen keinen Spaß mehr macht, sobald es eher zu einer Belastung wird, lege ich einfach eine Pause ein. Es ist nicht schlimm, wenn 3 Wochen kein Beitrag erscheint. Viel schlimmer fände ich es persönlich, wenn in dieser Zeit 6 lieblose Posts fabriziert werden, mit denen ich weder beim Schreiben noch nach der Veröffentlichung zufrieden bin. Der Blog soll vor allem authentisch sein und wenn mir gerade mehr danach ist, den Frühlingseinbruch zu genießen und meine Zeit nicht vor dem Laptop zu verbringen, ist das genau in Ordnung. Ich weiß nicht, ob es anderen Bloggern auch so geht oder ob das vor allem bei mir ein Phänomen ist. Das liegt sicher auch daran, dass ich es nicht sehr gut schaffe, Posts zu planen und langfristig vorzubereiten. Für mich ist das inzwischen total in Ordnung und ich freue mich eher über die Motivationsschübe, wenn ich eine neue Idee zeitnah umsetzen und in einen Post verpacken kann.

Unsere Gesellschaft wird von so vielen Seiten mit Informationen, Eindrücken und Bildern bombardiert, dass viele (so wie ich) es gar nicht mehr gewohnt sind, eine Sache bewusst zu machen und mal nicht online zu sein. Über jeden Ausflug, jedes Frühstück, jede Sporteinheit wird gesnapchattet, ein Bild auf instagram hochgeladen und im Idealfall gibt es dazu noch passende Facebook-Posts und einen Tweet. Ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich das nicht möchte. Weil ich das einfach nicht brauche und mein Blog braucht es auch nicht. Ich freue mich über jeden einzelnen Leser und Kommentar, allerdings habe ich irgendwie noch den Glauben daran, dass das Interesse nicht verschwindet, wenn mal 2 Wochen Ruhe auf dem Blog ist (wow wie oft habe ich eigentlich schon das Wort Blog geschrieben?).

Meine Freizeit genießen, neue Dinge auszuprobieren, das Handy mal beiseite legen, Zeit mit den wichtigsten Menschen in meinem Umfeld zu verbringen- das sind die Dinge, die für mich derzeit absolute Priorität haben. Denn wer glücklich und inspiriert ist, schreibt sicher auch die besseren Blogposts, oder nicht?

Habt einen schönen Wochenstart ihr Lieben!

Sonntag, 6. März 2016

Fernweh & Erinnerungen an zwei tolle Südostasien-Reisen

Wenn es in Wien kalt uns nass ist wie die ganze vergangene Woche, wandelt sich meine "yeah-es-ist-Montag-kann-mir-gar-nichts"-Kampfansage in eine "ihhh-jetzt-weht-der-Wind-natürlich-genau-mir-entgegen-und-ich-hab-meine-Handschuhe-vergessen-alles-scheiße!"-Laune.
Irgendwie ist es schon wieder zu viele Monate her, dass ich in Kroatien ein bisschen Sonne und Meer abbekommen habe. Die Travel-Posts kommen in letzter Zeit einfach viel zu kurz und das liegt vor allem daran, dass ich vergangenes Jahr sehr wenig verreist bin. Ein Wochenende in den Bergen, eine Woche in Kroatien, ein Kurztrip nach Bratislava und ein verlängertes Wochenende in Hamburg waren alle wunderschön, aber dennoch plagt mich in den letzten Wochen ganz massiv das Fernweh. (das mag vor allem daran liegen, dass zwei meiner besten Freundinnen den Februar ganz abenteuerlich tausende Kilometer weit weg verbracht und mich mit den schönsten Landschafts- und Meerfotos zugespamt haben- das hat man jetzt davon ;))

Leider ist keine Spontan-Reise in Sicht, deswegen muss ich mich bis zum Sommer und Herbst, wenn wieder Pläne anstehen, noch gedulden. Solange tröste ich mich mit den beiden Videos aus Südostasien, die 2013 (Indonesien & Bali) und 2014 (Bali, Thailand & Laos) entstanden sind.

Meinen Südostasien-Travelguide findet ihr übrigens hier (Teil I), Fotos aus Laos gibt es hier und aus Indonesien hier.

 

Jetzt nachdem ich beide Videos nochmal angesehen habe, bin ich nicht ganz sicher ob das Fernweh kleiner oder größer geworden ist... Naja, ein herannahender Montag kann mit kleinem Bungalow am Strand einfach nicht mithalten. Trotzdem gehts morgen in eine neue Woche, vielleicht gibt es ja zur Abwechslung ein bisschen Sonne, oder ich gewinne eine Reise oder so (man soll immer optimistisch bleiben!)

Ich wünsch euch einen guten Start in die neue Woche!



Sonntag, 28. Februar 2016

Zwischenstand: Projekt Zuckerfrei und ein Rezept für gesunde Cookies, die man jederzeit verputzen kann

Der Februar war kein produktiver Monat für den Blog. Dafür war das restliche Leben der produktiv. Manchmal fühl ich mich einfach nicht nach bloggen und anstatt einen Beitrag rauszuhauen, den ich selber nicht lesen möchte, schreib ich dann lieber gar nichts. Nichtsdestrotrotz steht Projekt zuckerfrei (oder Industriezuckerfrei) immer noch, ich hatte ja hier schon davon erzählt. 

Und ich muss sagen- es läuft! Die ersten drei, vier Tage waren ganz schön anstrengend, irgendwie haben mein Bauch und mein Kopf noch nicht kommuniziert und der Bauch sagte jedes Mal nach dem Mittagessen "soooo, jetzt ein Stückchen Schokolade!" bis der Kopf einschritt und ein großes "NOOOOOIIIIIIN!" losschickte. Tja, also ich bin bisher eisern geblieben. Keine Schokolade, keine Süßigkeiten, keine süßen Getränke. Außerdem achte ich beim Einkaufen gezielter darauf, wo überall Zucker dringsteckt. Beim Müsli und auch anderen Produkten greife ich jetzt nach den zuckerfreien, wobei natürlich Fruchtzucker für mich nicht zählt (Rosinen, getrocknete Apfelstücke und co dürfen sich also ihrer Daseinsberechtigung im Müsli erfreuen). Seit 1-2 Wochen geht es mir richtig gut mit dem Zuckerverzicht. Natürlich hab ich immer wieder Lust auf ein Stück Schokolade, aber inzwischen denk ich gar nicht mehr so viel darüber nach. Allerdings hab ich mir andere Snacks gesucht, um Heißhunger auf Süßes zu vermeiden, zum Beispiel Mandeln oder Obst. Auf Pinterest habe ich inzwischen auch einige zuckerfreie Rezepte gesammelt, die ich nach und nach durchprobiere. 

Gestern habe ich im Anflug einer Motivationswelle ein Rezept für gesunde Cookies ausprobiert und war wirklich absolut begeistert, deswegen werdet ihr heute damit beglückt.


Für diese Apfel-Kokos-Nuss-Cranberry-Cookies braucht ihr Folgendes:


Die Äpfel werden mit einer Reibe klein gerieben. Wenn sie sehr saftig sind, am besten nochmal ausdrücken (den Saft hab ich gleich für einen Smoothie verwendet, top organisiert wie ich bin...bzw. läfut das bei mir immer so: hmmm....ich hab noch Banane übrig- na dann mach ich einen Smoothie. Hmmm, jetzt hab ich eine halbe Mango übrig- na dann ess ich die mit Joghurt. Aber was macht man mit einem halben Joghurt, kann mir das mal jemand sagen?). 
Wenn ihr keine Eier nehmen wollt oder im Haus habt, kann man die entweder durch Chiasamen (angerührt mit Wasser und ein bisschen quellen lassen) oder durch Banane ersetzen. Die Cranberries und Mandeln ein bisschen kleiner hacken, alle übrigen Zutaten dazukippen und gut durchrühren. Kleine Teighäufchen auf ein Backblech setzen und plattdrücken und dann für 25 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Backofen.



Das Tolle an den Keksen ist, dass man das Rezept nach Belieben abwandeln kann, ich habe es von hier übernommen und so abgewandelt, dass ich alle Zutaten die ich im Haus hatte verwenden konnte. Der Teig ist super schnell angerührt und die Kekse duften wunderbar. Am besten ihr lasst sie nach dem Backen noch ein bisschen auskühlen.Die Kokoschips von den Fotos hab ich übrigens nicht für die Kekse verwendet, sondern kleinere Kokosflocken. Die Chips haben es nur aus optischen Gründen auf die Fotos geschafft (was man von den Äpfeln leider nicht behaupten kann, es waren keine mehr übrig für das Set. Das Leid eines Bloggers...)

Ich hätte nicht gedacht, dass Kokos und Apfel so gut zusammenpassen, noch dazu mit Cranberries und Nüssen aber die Kekse sind wirklich richtig lecker und halten sich im Kühlschrank bis zu einer Woche. Die kommenden Tage in der Arbeit sind snacktechnisch also gerettet!

Wie sieht es bei euch aus mit euren Vorsätzen für die Fastenzeit? Oder seid ihr schon in Oster-Backlaune?


 



Sonntag, 7. Februar 2016

Sunday thoughts: Sind wir alle Sugar-Junkies?

Da die neue Kategorie bei euch sehr gut ankam (hier findet ihr den ersten Beitrag zum Thema Kleidung) und es gerade ganz viele Themen gibt über die ich mir Gedanken mache, möchte ich unbedingt weitermachen. Heute geht es allerdings um ein anderes Thema- unsere Ernährung, genauer gesagt um den süßen Teil der Ernährung:
In den letzten Wochen kam mir das Thema "Zucker" irgendwie immer wieder unter. Auf vielen Blogs ist der Verzicht auf Industriezucker ein heißes Thema- natürlich auch gerade zu Beginn des Jahres und kurz vor der Fastenzeit.
Hannah zum Beispiel hat einen spannenden Beitrag dazu geschrieben: "Zucker- das Kokain unserer Zeit?" Anfangs fand ich solche reißerischen Titel, die auch in diversen Büchern und Dokus zu finden sind, sehr übertrieben. Genau wie bei der - wie ich sie nenne- Weizen-Panik muss man ein bisschen aufpassen, wie man mit den Informationen, mit denen uns das Internet versorgt umgeht. Mir ist sehr bewusst, dass Weizen und Zucker nicht gerade wertvoll für unseren Körper sind. Der Durchschnittsmensch nimmt 150 g Zucker täglich zu sich, das ist schon eine unglaubliche Menge.
Lange Zeit habe ich solche Werte mit einem Schmunzeln gelesen und mir nur gedacht "Tja, die Amis- DIE essen ja viel Zucker, aber ich weiß ja, dass in Süßigkeiten viel Zucker steckt, das kann ich ja ausgezeichnet kontrollieren". Fast schon ironisch sehe ich das ganze Thema jetzt, denn wenn es nur um den Zucker ginge, der sich einem quasi aufdrängt (Cola, Kekse, Kuchen & co lassen grüßen), wäre das Problem vermutlich nur halb so groß. In ein richtiges Dilemma kommt man erst, wenn man darauf achtet, wo überall Zucker drinsteckt- großteils nämlich in vermeintlich gesunden Nahrungsmitteln wie Joghurt, Müsli und Müsliriegeln und sonstigem Zeug.


Letztes Jahr habe ich während der Fastenzeit auf Schokolade und Süßigkeiten verzichtet (die Unterteilung kommt daher, dass ich im Vorjahr nur auf Schokolade verzichtet habe und mich letztes Jahr noch ein wenig steigern wollte). Dieses Jahr möchte ich das gerne wiederholen, und ab Mittwoch 40 Tage lang aus Süßes verzichten. Zudem will ich bewusster darauf achten, wo überall versteckter Zucker enthalten ist. Das bedeutet besonders viel frisch kochen, die Inhaltsangaben von Lebensmitteln genauer studieren und mir auch gesunde Alternativen überlegen.

Zucker ist natürlich nicht gleich Zucker, ganz vehemente Verfechter des zuckerfreien Lebens verzichten auf jede Art von Zucker, das beinhaltet auch Milchzucker (Lactose) und Fruchtzucker (Fructose). Da ich fürchte, dass ich doch viel Zucker zu mir nehme (auch wenn ich generell kein Freund von süßen Säften bin, es gibt genug andere Versuchungen...) möchte ich erstmal langsam starten und die 40 Tage keine Süßigkeiten bzw. Gerichte mit viel Industriezucker essen. Dafür werde ich noch einen Cut-off setzen, damit ich mich ein bisschen orientieren kann.
Schlau gemacht habe ich mich natürlich auch gleich mal zu möglichen Alternativen zu Haushaltszucker (oder auch hier). Gar nicht so einfach, denn auch Honig und Agavensirup sind stark verarbeitet und enthalten natürlich immer noch viel Fructose. Aber ich finde, es ist einfach wichtig, einen ersten Schritt zu machen und mal auszuprobieren, eine Zeit lang (Industrie-) zuckerfrei zu leben. 
Warum mache ich das eigentlich?
Ich kann nicht behaupten, dass ich meine Ernährung komplett umstellen möchte und ab sofort auf Zucker verzichten will- weder auf weißen noch auf braunen oder fancy Zucker wie Kokosblütenzucker & co. Langfristig werde ich sicher nicht auf Süßigkeiten verzichten, aber ich erhoffe mir von diesen 40 Tagen einfach, dass mein Bewusstsein sich ein bisschen verändert und natürlich auch, dass ich neue Rezepte und Alternativen ausprobieren kann. Und im Idealfall, dass sich mein Körpergefühl ändert. Denn die Ernährung trägt natürlich auch viel dazu bei, wie fit, ausgeglichen und gesund wir uns fühlen.



Auf die Idee kam ich übrigens auch durch das Projekt Zuckerfrei, das Hannah vom Blog "Projekt gesund leben" auf die Beine gestellt hat. Ich finde es immer motivierend, Gleichgesinnte zu finden und deren Tipps und Probleme zu hören. Allerdings starte ich schon am Aschermittwoch, damit ich bis Ostern fertig bin und mir dann wenigstens am Ostersonntag etwas Süßes genehmigen kann.

Als Vorbereitung heißt es nun 1. alle Süßigkeiten, die ich noch zuhause habe aufessen (null problemo!) und 2. Recherche betreiben! Blogs mit tollen gesunden Rezepten sind zum Beispiel Tasty Katy oder Carrots for claire.

Und wie es sich für eine gute Bloggerin gehört, habe ich schon ein Pinterest-Board angelegt (hier und hier). Naja, stimmt nicht ganz. Vor allem hab ich gepinnt, damit mein Nudelsiebhirn nicht gleich wieder alle Rezepte und Tipps vergisst. Und davon gibt es wirklich haufenweise. Mir war gar nicht bewusst, wieviele Blogs sich mit diesem Thema beschäftigen. Derzeit bin ich top motiviert, aber ich  sitze auch noch mit einem Kinderpingui da und schreibe den Post (für die Sherlocks unter euch- der Post wurde gescheduled- natürlich gibt es zum Frühstück kein Kinderpingui-obwohl...).

Auf jeden Fall kann es bald losgehen und ich werde danach und vielleicht auch zwischendruch berichten, wie es mir gegangen ist.

Verzichtet ihr während der Fastenzeit auf etwas? Wie steht ihr zum Thema Zucker? Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren mich natürlich wie immer brennend.

PS: Wie praktisch, dass man als Blogger beim Thema Zucker einfach massenhaft passende Archiv-Bilder hat! ;)


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