Als absoluten Gegensatz zum Healthy Lifestyle-Projekt (kann man das Projekt nennen? Eher Vorhaben oder?) knall ich heute mal ein absolutes nicht-gesundes Rezept hin. Wobei, das stimmt so gar nicht. 1. Es ist was mit Obst und 2. Es schmeckt gar nicht soooo schlimm sündig. Naja vielleicht ein bisschen. Aber ich habe ja nie behauptet, dass ich aufhöre, Süßes zu essen. Oder zu backen. Geht ja gar nicht. Also immer her mit den Rezepten, das eine schließt das andere nicht aus.
Heute also mal eine Torte, die ich letztes Wochenende für einen Brunch gebacken habe.
Jaja, ich weiß, zum Brunch nimmt man eigentlich Fingerfood und so praktische Häppchen mit, keine Torte, die schon beim Ansehen auseinander fällt. Aber sie macht nunmal auf einem Tisch mit dem Nudelsalat daneben ordentlich was her. Und ich bin da eher von der Hauptsache-es-sieht-gut-aus-und-schmeckt-Fraktion nicht von der Ich-esse-nur-was-auf-dem-Teller-toll-aussieht-Partie. Sonst würde ja auch kein Mensch Lasagne essen, oder? Die sieht auf dem Teller nämlich auch nicht so toll aus!
Das Rezept stammt von
Magnoliaelectric und ich musste es unbedingt ausprobieren, habe es aber von den Mengen und Zutaten leicht abgewandelt.
Die erste quälende Frage ist erstmal, was sich unter dieser Beerenschicht versteckt.
Die Antwort ist gar nicht so spektakulär: Ein Biskuitboden.
Und dafür braucht ihr für eine 25 cm Springform:
220 g Zucker
4 Eier
1/8 l Öl & 1 /8 l Wasser
280 g Mehl
4 TL Backpulver
Mark einer Vanilleschote
Eischnee schlagen, dann Dotter und Zucker verquirlen. Öl, Wasser, Mehl und Backpulver nacheinander dazu. Dann gehts der Vanilleschote an den Kragen, das Mark einfach in den Teig einrühren. Am Ende wird wie immer der Eischnee vorsichtig untergehoben. Der Teig kann schonmal in die gefettete Springform und ab in den Ofen. 180 °C ca. 25 Minuten (oder 160°C ca. 30 Minuten, ich hab aber einen Gasofen).
Für die Optik wird weiters benötigt:
500 mL Schlagobers oder Cremefine
1/2 Zitrone
ein bisschen Staubzucker
Erdbeermarmelade
400 g Erdbeeren
150 g Blaubeeren
Kitkats (Packungen abhängig von Packungsgröße, ca. 6 Packungen Kitkat Singles)

Weil die Beeren ja leider nicht von alleine halten, habe ich als Klebemittel 2 Cremefine (fettarmer Schlagobers) genommen (nicht ganz 500 ml) und etwas Zitronensaft und Staubzucker beigemischt.
Das Ganze wird dann auf dem ausgekkühlten Boden verstrichen, der bereits davor mit Marmelade bedeckt wurde (wenn ihr wollt könnt ihr den Boden begradigen, bei mir war das nicht notwendig).
Dann werden die Kitkats drangepappt. Ich habe Kitkatsngles gekauft, die 4er Kitkats muss man ja brechen und das stört dann wieder meine Optik. Gebrochen wurden meine Kitkats auch, allerdings in der Mitte, damit die Torte nicht zu hoch wird. EInfach vorsichtig andrücken und immer alle Kitkats im Auge behalten, sobald sich eins bewegt, wieder zurück an den Platz zwingen!
Wenn alle Kitkats sitzen erstmal durchatmen und dann am besten schnell mit irgendwelchen hübschen Fäden umwickeln, sieht gut aus und hält auch noch.
Dann könnt ihr die gewaschenen und entgrünten Erdbeeren und Blaubeeren (ihr könnt natürlich auch andere nehmen) in die Mitte plumpsen lassen und verteilen.
Am Besten stellt ihr die Torte über Nacht in den Kühlschrank, damit der Schlagobers etwas härter wird. Ging bei mir- die ich alles auf den letzten Drücker mache- natürlich nicht und hat so auch ganz gut geklappt. Der Kuchen stand nur 1 Stunde im Kühlschrank. Spätestens beim Anschneiden kann es sein, dass die resultierenden Stücke nicht mehr ganz in Form bleiben, aber eigentlich hats ganz gut geklappt. Leider hatte ich vor lauter Brunchstimmung die Kamera nicht mehr bei der Hand.

So, genug Kalorien für einen Samstag. Geschmacklich muss ich sagen, dass sie mir sehr gut schmeckt. Der Boden ist eher leicht, wenn man nicht zuviel Schlagobers nimmt schmeckt es mit den Beeren auch sehr fruchtig und frühlingshaft.
Wäre das nicht etwas für den anstehenden Muttertag?